„Wir brauchen einen Umbau der Energiewirtschaft“

14.11.2015

FDP-Politiker zu Besuch bei Stiebel Eltron

„Es geht nicht mehr nur um die Erzeugung von erneuerbarer Energie. Jetzt gilt es vielmehr, ein Gesamtsystem zu installieren, in dem daneben auch die Speicherung, der Transport und der sinnvolle Verbrauch berücksichtigt werden. Dafür ist dringend ein Umbau der Energiewirtschaft notwendig.“ Mit diesen Worten fasste Dr. Gero Hocker, Mitglied des niedersächsischen Landtages und Generalsekretär der Landes-FDP, seine Einschätzung der aktuellen Situation in Sachen Energiewende zusammen, als er jetzt zusammen mit seinem Partei- und Landtagskollegen Hermann Grupe zu Gesprächen bei Stiebel Eltron in Holzminden zu Besuch war. Rudolf Sonnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens, stimmte uneingeschränkt zu: „Das ist ein Ansatz, den unser Unternehmen schon lange fordert – bei allen Überlegungen immer auch die Anwenderseite zu berücksichtigen und einen sinnvollen und effizienten Einsatz des erneuerbar erzeugten Stroms zu gewährleisten. Da eine große Aufgabe dabei die zeitversetzte Nutzung ist, kann der häusliche Wärmesektor eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen. Denn das Speicherpotenzial in diesem Bereich ist enorm.“

„Den Flaschenhals der Energiewende bilden die Speicherung und der Transport des grünen Stroms“, so Hocker. „Wir müssen weg von einem alleinigen Förderinstrument bei der Stromerzeugung und hin zu einer Zurverfügungstellung des Stroms nach Bedarf.“ Sonnemann nannte zwei Wege, das Zeitdilemma zu lösen: „Bei der Entkopplung gibt es zwei Hebel: Erzeugung und Verbrauch. Entweder versuche ich, die Erzeugung in die Zeiten zu verlegen, in denen der Bedarf hoch ist, oder ich verschiebe den Verbrauch in die Zeiten, in denen die Erzeugung hoch ist. Diese zweite Lösung ist über den Wärmebereich relativ einfach zu bewerkstelligen. Das Potenzial ist größtenteils sogar schon vorhanden, in vielen deutschen Haushalten stehen Heizungspuffer- und Warmwasserspeicher, die über eine Wärmepumpe – die mit grünem Strom angetrieben wird, wenn das Angebot hoch ist – ideal als thermische Speicher genutzt werden können.“ Dabei potenziere sich der Umweltnutzen noch, denn neben der Nutzung des grünen Stroms koppele die Wärmepumpe ja zusätzlich ein Vielfaches an Umweltenergie ein.

„Dramatisch ist allerdings die aktuelle Energiepreisproblematik. Durch die extrem niedrigen Preise für fossile Brennstoffe und den relativ dazu hohen Strompreis ist die Amortisationsrechnung für ein Wärmepumpen-Heizsystem im Moment schwierig. Damit haben wir die absurde Situation, dass die saubere Energieform Strom gegenüber den eigentlich im Heizungskeller nicht mehr gewünschten fossilen Energieträgern immer unattraktiver wird. Der hohe Strompreis ist auch den staatlichen Bestandteilen und hier insbesondere der EEG-Umlage geschuldet. Also ist die Regierung, die sich ja das Ziel gesetzt hat, die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren, mindestens mitverantwortlich für den hohen Strompreis. Und was passiert also? Im letzten Jahr war der größte Zuwachs bei Wärmeerzeugern im Bestand bei Ölkesseln zu verzeichnen – eine katastrophale Entwicklung.“ Gero Hocker verwies darauf, dass zentrale Forderungen der FDP die Abschaffung der Stromsteuer und eine Senkung der weiteren staatlichen Preisbestandteile seien.

„Meine Wärmepumpenanlage läuft übrigens einwandfrei“, berichtete Hermann Grupe aus eigener Erfahrung. Sein Wohnhaus in Eschershausen hat er 2013 mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage ausgestattet, „natürlich von Stiebel Eltron. Wir sind absolut zufrieden, die Werte sind hervorragend – das war genau die richtige Entscheidung.“

Text und Bild: Stiebel Eltron

 
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