"Das ist eine Schweinerei"

10.09.2013

"So geht man nicht mit einem Unternehmen und mit den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter um", erklärte der FDP Landesvorsitzende Dr. Stefan Birkner bei seinem Besuch der Entsorgungsfirma Wessarges & Hundertmark in Stadtoldendorf. Die schlimmsten Befürchtungen würden durch das Vorgehen des Landkreises Holzminden hier noch übertroffen.

Wie in der Presse der vergangenen Wochen zu lesen war, rollt der Landkreis Holzminden das Verwaltungverfahren gegen W&H erneut auf, obwohl er dieses in erster Instanz verloren hatte. Birkner ist gut informiert über die augenblickliche Situation des Familienunternehmens und nennt das Verhalten des Landkreises eine "Schweinerei".

Mit Ruhm bekleckere sich der Landkreis Holzminden in Sachen Altpapier nicht, so Birkner weiter. Ähnliche Fälle seien ihm bekannt und er benennt den Hintergedanken der Verwaltungen ganz klar: "Manche Städte und Kreise wollen private Wettbewerber ausschalten, um sich dann den Kuchen selbst einzuverleiben. Sie dulden keinen Wettbewerb!" Dieses Problems sei sich die FDP schon länger bewusst und man versuchte bereits 2011 bei der Neuregelung des Kreiswirtschaftsgesetzes eine Änderung herbei zu führen.

Dass der Landkreis Holzminden die Sache so vehement verfolge, sei ihm schleierhaft, da die Menge des Altpapiers, die Wessarges von den privaten Haushalten einsammle, relativ gering sei. Für das seit 40 Jahren in Stadtoldendorf ansässige Unternehmen bedeute es allerdings den Verlust von mehreren Arbeitsplätzen und eines Sammelfahrzeuges, erklärten Günter Wessarges und Dieter Hundertmark. Deutlich wurde auch, dass es sich beim Altpapier inzwischen um ein interessantes Wirtschaftsgut handelt, mit dem insbesondere z.Zt. gutes Geld zu verdienen ist.

Birkner hob hervor, dass die Firma Wessarges & Hundertmark auch schon Altpapier gesammelt habe, als der Preis deutlich geringer war. Er sei gespannt, wie der Landkreis reagiere, wenn der Altpapierpreis wieder falle.

wessarges

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