Liberaler Stammtisch

17.07.2014

FDP Holzminden zur Schule: "Wann wird endlich gehandelt?"

Diese Frage stellte man sich beim Liberalen Stammtisch der FDP Holzminden. Eigentlich sollte in der Kreistagssitzung am 14. Juli aufgezeigt werden, wohin u.a. der schulpolitische Weg im Landkreis führen soll. Doch weitgefehlt, denn die Schuldiskussion stand überraschender Weise gar nicht auf der Tagesordnung! "Bei allen wichtigen Themen geht es nicht voran", erklärte Fritz Hamann. Beim Thema Schule werde nur geredet und nicht gehandelt. Projektgruppen würden ergebnislos gegründet.
Die FDP habe sich immer für eine realistische Planung mit einem Kostenrahmen von bis zu 15 Millionen Euro für das Campe – Gymnasium eingesetzt, erklärte der FDP - Kreisvorsitzende Hermann Grupe. Dass die vorliegenden Planungen nicht finanzierbar seien, wisse jeder. Die FDP fordere weiterhin den Erhalt eines eigenständigen Gymnasiums. Um dies umzusetzen, müssten unverzüglich alle Möglichkeiten ausgelotet werden und damit die günstigste Alternative voran gebracht werden. Jens Ebert erwartet von der Kreistagsverwaltung, nicht weiter zu blockieren, sondern die günstigeren Angebote, wie das "Vahland – Modell" endlich zu prüfen.
Es dürfe auch nicht sein, dass bei der Verwaltungsreform eine Erhöhung der Personalkosten herausgekommen sei, auf der anderen Seite kein Geld für wichtige Aufgaben wie die Schulsozialarbeit da sei, so Ebert weiter. Die FDP Holzminden setze sich weiter für den Erhalt der OS Bevern, der Haupt-und Realschule Eschershausen und der Homburg-Schule in Stadtoldendorf ein. Denn insbesondere nach der vom Landkreis durchgeführten Umfrage sei klar: die Mehrheit der Eltern wolle keine Integrierte Gesamtschule. "Bis zu vier Integrierte Gesamtschulen zu versprechen, ist unseriös. Das findet in der Elternschaft keine Akzeptanz und ist weder schülerzahlenmäßig noch finanziell darstellbar", waren sich die Liberalen einig.

Gute Stimmung beim Liberalen Stammtisch im Altendorfer Hof: Jens Baumert, Petra Grotenburg, Hermann Grupe, Giovanni Malena, Jens Ebert, Heinz Haut, Fritz-Gerhard Hamann, Ewald Ebrecht und Herward Braun (v.l.n.r.)

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