FDP fordert in der Schuldebatte ehrliche Konzepte und überlegtes Handeln

12.11.2014

In Anbetracht der Tatsache, dass der Landkreis Holzminden nicht einen Euro zu verschenken hat, fordert die Kreis - FDP erneut ein seriöses und durchdachtes Vorgehen in Sachen Schule. "Sollte eine IGS, wie von Rot-Grün in Hannover angestrebt, tatsächlich zur Regelschule werden sollen, so wäre der Standort Bodenwerder mit Sicherheit die schlechteste Wahl", erklärt Gerhard Ross, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. "Eine IGS am Rand des Landkreises fördert die eh schon hohen Schülerabwanderungen nur noch", führt Ross weiter aus. Und Hermann Grupe, Vorsitzender des FDP – Kreisverbandes Holzminden, ist sich sicher, dass Investitionen für eine IGS von ca. sieben Millionen Euro an diesem Standort zum jetzigen Zeitpunkt völlig irrational sind. Es liege weder ein Raumkonzept vor, noch seien die Anforderungen der Inklusion berücksichtigt. Die gesetzlichen Grundlagen für die zukünftige Schulentwicklung würden im Landtag gerade neu definiert. Gefordert sei jetzt ein bedachtes Vorgehen und die eingehende Untersuchung und Prüfung aller Schulstandorte bezüglich der Bausubstanz, der Schultransportkosten und der Erreichbarkeit. "Erst daraus lässt sich ein glaubwürdiges und tragbares Konzept entwickeln", so Grupe weiter.
Petra Grotenburg, Vorsitzende des OV Eschershausen-Stadtoldendorf legt Wert auf die Feststellung, dass die Haupt und Realschule Eschershausen und die Homburg - Schule Stadtoldendorf außerordentlich gut aufgestellt sind. Sie seien beliebt und leisteten nach wie vor hervorragende Arbeit. "Sie sind beide hochqualifiziert und auch eventuelle Investitionen bewegen sich im erträglichen Rahmen", erklärte Petra Grotenburg. Eine gemeinsame Schule an zwei Standorten –wie kürzlich im Schulausschuss gefordert- könne man sich nur unter einer Bedingung vorstellen: Hannover erteilt eine UNBEFRISTETE Genehmigung für beide Standorte!
Absolute Priorität hat für die Liberalen im Landkreis ein eigenständiges Gymnasium. "Die Übernahme des Campe-Gymnasiums durch die Stadt Holzminden ist möglicherweise ein erfolgversprechender Weg, ein eigenständiges Gymnasium in Holzminden zu erhalten, erklärt Jens Ebert, FDP-Vize im Kreis und Ratsherr in Holzminden. Nun müsse die Lage ausgelotet werden: denn die Frage sei nicht, wer will was – sondern wozu ist der Landkreis überhaupt noch in der Lage , führte Ebert weiter aus. Eine IGS in Holzminden lehnen die Liberalen grundsätzlich ab. Denn das würde dem Campe-Gymnasium den Boden unter den Füßen wegziehen.

vorstand
Ehrliche Konzepte und überlegtes Handeln in der Schuldebatte fordern v.l.n.r.:
Jens Ebert, Petra Grotenburg, Hermann Grupe und Gerhard Ross

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